Shopping Cart
Your Cart is Empty
Quantity:
Subtotal
Taxes
Shipping
Total
There was an error with PayPalClick here to try again
CelebrateThank you for your business!You should be receiving an order confirmation from Paypal shortly.Exit Shopping Cart

Dr. med. Theresa Maria Zeller

Lactoseunverträglichkeit

(Begriffserklärung: Lactose= Milchzucker

Lactase= das Milchzucker spaltende Enzym)


Viele Menschen leiden unter Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung und wissen nicht, dass eine einfache Lactoseunverträglichkeit die Ursache ist.


Lactose ist der in der Milch natürlicherweise enthaltene Milchzucker. Dieser Doppelzucker setzt sich aus den beiden Einfachzuckern Glucose (Traubenzucker) und Galactose zusammen. Milchzucker kann aus dem Dünndarm nicht aufgenommen werden und ist für den Körper daher nicht verwertbar. Dagegen sind die Einfachzucker Glucose und Galactose Nährstoffe, die vom Körper leicht aufgenommen und verwertet werden können. Deswegen wird der Milchzucker während der Verdauung von Lactase-Enzymen im Dünndarm aufgespalten.


Wenn das Enzym Lactase im Körper nicht ausreichend verfügbar ist (Lactasemangel), gelangt der Milchzucker in ungespaltener Form in die unteren Darmabschnitte (Dickdarm) und wird dort durch Darmbakterien unter Gasbildung vergoren. Außerdem kann die Lactose einen vermehrten Wassereinstrom in den Dickdarm verursachen. Dies kann zu Beschwerden, wie z. B. Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall nach dem Verzehr von Milchprodukten führen und wird dann als Lactoseunverträglichkeit (Milchzucker-Unverträglichkeit) oder Lactose-Intoleranz (Milchzucker-Intoleranz) bezeichnet. Wegen der Ähnlichkeit der Beschwerden wird Lactose-Intoleranz häufig mit dem Reizdarm-Syndrom (irritables Colon) verwechselt.

Es werden drei verschiedene Formen des Lactasemangels unterschieden:

  • Der primäre Lactasemangel
  • Der sekundäre Lactasemangel
  • Der angeborene Lactasemangel

Die Menge an Lactase im Dünndarm ist bei Babys während der Stillperiode am höchsten und nimmt dann bei den meisten Menschen genetisch bedingt kontinuierlich ab. Der sich dann ergebende sogenannte primäre Lactasemangel ist also das Resultat eines normalen Alterungsprozesses und bei der überwiegenden Mehrheit (70% - 90%) der erwachsenen Weltbevölkerung zu beobachten. So vertragen beispielsweise fast alle Bevölkerungsgruppen Afrikas und Asiens keinen Milchzucker. Aber auch in Deutschland haben ca. 15% der Erwachsenen einen primären Lactasemangel.Verschiedene Darmerkrankungen können zu einem sogenannten sekundären Lactasemangel führen, so z.B. Morbus Crohn, Zöliakie (Sprue) und sonstige Darmentzündungen (z.B. aufgrund von viralen oder bakteriellen Darminfektionen). Der sekundäre Lactasemangel bildet sich nach der Ausheilung der ihn verursachenden Darmerkrankung üblicherweise wieder zurück.Beim sehr selten vorkommenden angeborenen Lactasemangel fehlt den Neugeborenen das für die Lactaseproduktion verantwortliche Gen. Dies führt zu einer Unfähigkeit des Organismus das Enzym überhaupt zu bilden. Bei diesen Säuglingen muss eine strikt lactosefreie Ernährung eingehalten werden. 

Die meisten Menschen können eine gewisse Menge Lactose ohne Beschwerden zu sich nehmen, da noch eine kleine Menge Lactase vom Darm gebildet werden kann. Lactase kann auch in Form von Tabletten zu Mahlzeiten, die Milchzucker enthalten, eingenommen werden, wenn ein Vermeiden nicht möglich war. Jedoch kann durch Lactasetabletten meist nur eine Milderung der Symptome erreicht werden. Auch die regelmäßige Einnahme von Milchsäurebakterien kann helfen, die Symptome zu reduzieren, da die nützlichen Darmbakterien die Lactose aufspalten und als Nahrung verbrauchen.


Die folgende Tabelle dient zur Übersicht über die Menge an Lactose, die in den verschiedenen Milchprodukten vorhanden ist. Grundsätzlich gilt, je länger ein Milchprodukt den es verarbeitenden Milchsäurebakterien ausgesetzt war, desto weniger Lactose ist vorhanden, da die Milchsäurebakterien den Milchzucker verbrauchen und nur das Milcheiweiß zurücklassen.


Laktosegehalt unter 1g/100g - meistens verträglich

(angegeben in Gramm/100g)

Bitterschokolade (75% Kakao) 0-0,5

Mozzarella 0,5 (bis ~2g)

Brie 0,5

Butter (siehe auch Teebutter) 0,1-1g

Butterschmalz / Butterreinfett <0,1

Camembert 0,0 bis ~1g

Feta-Käse (45 % Fett) 0,5 - 0,7

Hartkäsesorten die lange gereift sind (Tilsiter, Bergkäse, ...) 0-0,4

Parmesan 0,06

Ricotta 0,3-1

Teebutter 0,6

Laktosegehalt 1-5g/100g - meist schlecht verträglich

(angegeben in Gramm/100g)

Buttermilch 4-5

Hüttenkäse 4

Magertopfen/Magerquark 3-4

Mascarpone 2,5

Nuß-Nougatcreme 1,5-3

Sauerrahm (15% Fett) 3,2

Sahne, Kaffeesahne, Rahm (mind. 10% Fett) 4,05

Topfen/Quark (20% Fett) 2,7-3,7

Jogurt 3,2-4,5

Vollmilch (3,6% Fett) 4,6-4,8

Laktosegehalt über 5g/100g - sehr schlecht verträglich

(angegeben in Gramm/100g)

Eiscreme 6-7

Kondensmilch 9-13

Magermilchpulver 50,5

Magermilch 4,8

Milchschokolade 9,5

Molkenpulver 72,8

Schmelzkäse und Frischkäse 6,3

Trockenvollmilch, Vollmilchpulver 35,1

Trockenmagermilch, Magermilchpulver 50,5

Vergleich von Milcharten bezüglich deren Laktosegehalt

Alle Milcharten beinhalten Laktose. Auch Ziegen- oder Schafmilch. Sehr viel Laktose ist in Milchpulver und Kondensmilch enthalten.

Milchart (g/100g)

Kuhmilch 4,8

Schafmilch 4,7

Pferdemilch 6,2

Kamelmilch 5,2

Ziegenmilch 4,2


Quelle:

http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com

0